Creative Commons (CC BY-SA 3.0), Autor: TinoStrauss on Wikipedia
Erkennungsmerkmale: Beinahe urzeitlich sieht der Seeskorpion aus. Er hat einen riesigen Kopf mit einem großen Maul und im Verhältnis dazu einen relativ kleinen Körper, an den sich direkt die Schwanzflosse anschließt. Seine Färbung ist grün-braun bis grau, am Schädel weist der Seeskorpion dunkle Flecken auf. Auf den Flossen befindet sich eine schwarz-gelbliche Zeichnung. Zwei Längskiele ziehen sich am Kopf entlang, der Vorkiemendeckel ist ebenso wie die Seitenlinie mit Stacheln besetzt.
Unterscheidungsmerkmale von ähnlichen Fischarten: In der Familie der Groppen gibt es einige ähnliche Fische. Der Zwergseeskorpion trägt jedoch vier Stacheln auf den Vorderkiemen, während es beim Seeskorpion nur zwei sind. Außerdem sind diese im Verhältnis kürzer. Der Seebull unterscheidet sich vom Seeskorpion durch eine Reihe Knochenhöcker auf der Seitenlinie. Beim Seeskorpion fehlt diese. Zudem weist der Seebull ein oder zwei Maulbarteln auf, die sich bei keinem Seeskorpion finden lassen.
Vorkommen: Der Seeskorpion hat sich den Großraum Atlantik zu Eigen gemacht und bevorzugt Gewässer mit einem hohen Salzgehalt. So ist er bei Grönland, Island und Norwegen ebenso zu finden wie in der Ostsee. Darüber hinaus taucht er im Gebiet zwischen den britischen Inseln bis hinunter zur spanischen Küste auf. Aber auch in der Nordsee sowie an der kanadischen und der US-amerikanischen Atlantikküste ist der Seeskorpion beheimatet.
Lebensweise: Da er sich stets in der Nähe des Meeresbodens aufhält, zählt der Seeskorpion zu den Grundfischen. Nur einen bis zwei Meter entfernt sich das Tier gewöhnlicherweise vom meist sandigen und steinigen Untergrund, um zu jagen. Auch zwischen Algen und am schlammigen Boden findet man den nachtaktiven Seeskorpion.
Fressverhalten: Der Seeskorpion ist ein Raubfisch und ernährt sich hauptsächlich von kleineren Fischen und Krebstieren. Auch Vielborster, Würmer und Flohkrebse zieren seinen Speiseplan. Zumeist in der Nacht jagt der Räuber wenige Meter über dem Boden nach seiner Beute. Selten geht er auch am Tage auf die Suche nach Futter.
Laichzeit: Seeskorpione laichen im Winter. Bei der Paarung heftet sich das Männchen mit seinen großen Bauch- und Brustflossen an das Weibchen. Die Eier werden nach erfolgreicher Befruchtung in großen Mengen zwischen Seetang oder Steinen abgelegt; anschließend bewacht das Männchen die orangefarbenen Laich-Klumpen. Die Larven schlüpfen nach ungefähr fünf Wochen und bevölkern zunächst die Wasseroberfläche auf freier See. Hat sie nach den ersten Monaten eine Größe von 15 mm erreicht, sinkt die Nachkommenschaft zum Meeresboden hinab und startet dort ein Leben als Grundfisch.
Alter: Geschlechtsreif sind die Seeskorpione im Alter von etwa zwei Jahren. Insgesamt erreichen die Tiere im offenen Meer ein Alter von ca. 12 Jahren, manchmal sogar mehr. An den Küsten sind die Seeskorpione nicht nur etwas kleiner, sondern sterben auch früher. Zehn Jahre werden die Raubfische hier im Schnitt alt.
Größe: Die typische Fanggröße liegt bei 20 bis 25 cm. In der Arktis können auch Exemplare bis zu 60 cm gefangen werden. Bitte im jeweiligen Gebiet das Mindestmaß erfragen.
Fangsaison: Speziell zwischen Frühjahr und Herbst wird der Seeskorpion – meist jedoch als Beifang – geangelt. Grundsätzlich kann er das ganze Jahr über gefangen werden.
Fangzeit: Da es sich um einen nachtaktiven Raubfisch handelt, bestehen zur Dämmerung und in der Nacht auch die besten Chancen auf einen Fang.
Stellenwahl: In felsigen, steinigen Gegenden mit hohem Salzgehalt bestehen gute Fangmöglichkeiten. Ein hohes Algenvorkommen ist ebenfalls von Vorteil. Der Seeskorpion lebt in einer Tiefe zwischen fünf und dreißig Metern.
Mögliche Fangmethoden: Seeskorpione werden bloß zufällig gefangen.
Köder: Empfohlen werden nichtsdestotrotz kleinere Pilker, Wobbler oder Naturköder.
Verwertung: Auch wenn es der Name vermuten lässt: Seeskorpione sind nicht giftig. Sie eignen sich also durchaus zum Verzehr, jedoch sollte man sich nicht an den Stacheln schneiden, denn hier kann es zu Entzündungen kommen. Sehr beliebt ist der Seeskorpion als Grundlage einer Fischsuppe, eignet sich aber auch hervorragend zum Braten und Räuchern – besonders, wenn es sich um ein größeres Exemplar handelt.

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