(Micropterus dolomieu)

Weiterer Name: Kleinmäuliger Schwarzbarsch

Schellfisch

Bildrechte: Public domain, Autor:      Engbretson Eric, U.S. Fish and Wildlife Service

Erkennungsmerkmale: Der Schwarzbarsch hat einen oval geformten, gedungenen Körper, einen großen Kopf, der ein Viertel seiner Gesamtlänge ausmacht, und ein gerades, breites Maul mit vorstehendem Unterkiefer. Seine Rückenflosse besteht aus zwei Abschnitten, wobei der hintere den vorderen überragt. Schwarze Flecken verteilen sich ober- und unterhalb der Seitenlinie, angefangen beim Kopf bis hin zur etwas eingeschnittenen Schwanzflosse. Jungtiere besitzen eine grünliche Färbung sowie einen weißen Bauch und werden mit dem Alter zunehmend dunkler, was den Namen „Schwarzbarsch“ erklärt.

Unterscheidungsmerkmale von ähnlichen Fischarten: Der Forellenbarsch sieht dem Schwarzbarsch sehr ähnlich, besitzt jedoch im Unterschied zu diesem ein Maul, das nicht nur bis unter, sondern bis hinter die Augen gespalten ist.

Vorkommen: Der Schwarzbarsch ist in Nordamerika beheimatet, insbesondere im St. Lawrence-Great Lakes System, der Hudson Bay und dem Mississippi River. In Europa kommt er in eigens dafür besetzten Naturgewässern und Angelteichen vor.

Lebensweise: Dieser Süß- und Brackwasserfisch bewohnt vorzugsweise klare Seen mit felsigem Untergrund sowie kühle Flüsse mit einer moderaten Strömung.

Fressverhalten: Der Schwarzbarsch ist ein Raubfisch, ausgewachsen frisst er demnach andere Fische sowie Krebse und Frösche, Jungtiere ernähren sich vorwiegend von Plankton und Larven.

Laichzeit: Milchner (geschlechtsreife Männchen) errichten in der von März bis Juli andauernden Laichzeit in 1-2m Tiefe eine Sandmulde, die mit Wasserpflanzen ausgelegt wird. Dort hinein legt der Rogner (trächtiges Weibchen) pro Kilogramm Körpergewicht circa 1200-1600 Eier. Die Brut wird von Rogner sowie Milchner bewacht und schlüpft nach 8-14 Tagen.

Alter: Schwarzbarsche werden bis zu 15 Jahre alt.

Größe: Die durchschnittliche Fanggröße beträgt 30-40cm, die Maximallänge liegt bei 70cm bei einem Höchstgewicht von 5kg. Männchen sind für gewöhnlich kleiner als Weibchen.

Fangsaison: Die Fangsaison umfasst den Frühling, in dem Schwarzbarsche hungrig und deshalb beißfreudig sind, bis hin zum Herbst, in dem sie sich für den Winter rüsten und dementsprechend genährt sind.

Fangzeit: Tagsüber sollte mit Gummiködern an der Oberfläche, abends hingegen flach gefischt werden. Ideale Wetterbedingungen: Sonnenschein und Wind.

Stellenwahl: Es sollten Stellen mit reichlich Vegetation samt überhängenden Büschen und Bäumen gewählt werden, dort lauert der Schwarzbarsch oft auf seine Beute.

Fangmethoden: Zu den populärsten Fangmethoden zählen das Fliegen- und das Spinnfischen. Vor allem im Winter, wenn die Fische dicht am Grund stehen, bietet sich die in den USA weit verbreitete „Drop-Shotting“-Methode an, bei der im Unterschied zum Spinnfischen das Blei nicht am Gummiköder, sondern direkt an der Schnur befestigt wird – das Blei sinkt zu Boden, der Gummiköder hingegen schwebt 20-80cm über dem Gewässergrund und wird somit optimal den Fischen dargeboten.

Köder: Schwarzbarsche fängt man in der Regel mit Kunstködern, die in den USA bei Weitem häufiger eingesetzt werden als Naturköder. Dort ist das Schwarzbarsch-Angeln mittlerweile ein Volkssport, viele Kunstköder wurden und werden speziell für diesen Fisch entwickelt. Sollten Oberflächenköder wie Popper, Devil’s Horse und Skitter Prop nicht anschlagen, empfiehlt sich der Einsatz von Gummiködern wie Jerkbaits, Twister, Gummiwürmern und -krebsen, auch Spinner aller Art sind verlässliche Köder.

Verwertung: In erster Linie wird der Schwarzbarsch für die Sportfischerei gezüchtet, gilt aber auch als beliebter Speisefisch. Sein Fleisch ist weiß, flockig sowie mild im Geschmack und eignet sich generell für alle Zubereitungsarten, im Speziellen für alle Garmethoden.

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