(Aspius aspius)

Weitere Namen: Der Rapfen wird auch als Schied bezeichnet.

Schellfisch

Bildrechte: Creative Commons (CC BY-SA 3.0), Autor: Reaperman

Erkennungsmerkmale: Der Körper des Rapfen ist langgestreckt und seitlich etwas abgeflacht. Bei älteren Tieren entwickelt sich oft ein Buckel. Hinter dem Waidloch ist ein sehr ausgeprägter Kiel. Die Spalte des großen Mauls reicht bis unter die kleinen Augen. Durch den vorgeschobenen Unterkiefer wirkt das Maul etwas oberständig. An der Spitze des Unterkiefers ist ein Haken, der in eine Vertiefung des Oberkiefers passt. Der Rücken des Rapfen ist dunkel oliv bis bläulich gefärbt, die Flanken sind heller und glänzen gelblich, der Bauch ist silbrig-weiß. Brust-, Bauch- und Afterflossen sind rötlich gefärbt.

Unterscheidungsmerkmale von ähnlichen Fischarten: Eine gewisse Verwechslungsgefahr besteht mit forellenartigen Fischen. Diese besitzen jedoch eine zweite Rückenflosse, die Fettflosse, die dem Rapfen fehlt. Im Vergleich zum Döbel hat der Rapfen kleinere Schuppen. Junge Rapfen können mit Moderlieschen verwechselt werden, allerdings haben Moderlieschen eine unvollständige Seitenlinie, ein kleineres Maul und größere Augen.

Vorkommen: Der Rapfen kommt von Südskandinavien über Mitteleuropa bis zum Kaspischen Meer vor. Er zieht überwiegend Fließgewässer vor, ist aber auch in größeren Seen und Haffen zu finden. In Deutschland lebt er insbesondere in Donau, Rhein, Main, Oder, Elbe und in einigen großen Seen. Stellenweise ist der Rapfen auch im Brackwasser der Ostsee anzutreffen.

Lebensweise: Junge Rapfen leben in Schulen in Ufernähe, während die älteren Tiere zunehmend einzelgängerisch und eher in der Flussmitte leben. Allerdings wurden auch Wanderungen von bis zu 160km nachgewiesen.

Fressverhalten: Als einziger europäischer Karpfenfisch ernährt der Rapfen sich ausschließlich räuberisch. Jungfische ernähren sich in den ersten Wochen von tierischem Plankton, gehen aber bereits aber der 12. Woche dazu über, andere Fische und in Oberflächennähe Kleintiere zu erbeuten. Auch ältere Tiere jagen ihre Beute an der Oberfläche der Gewässer. Nur im Winter wird das Futter in tieferen Wasserschichten gejagt.

Laichzeit: Die Laichzeit des Rapfen reicht vom April bis in den Mai oder Juni. Ein Weibchen, das 2-3kg wiegt, kann zwischen 80.000 und 1.000.000 Eier ablegen, die am Geröll der stark umspülten Kiesbänke haften.

Alter: Der Rapfen kann ein Alter von 10 bis 12 Jahren erreichen.

Größe: Der Rapfen wird durchschnittlich 50cm bis 80cm groß, kann aber auch eine Länge von bis zu 120cm bei mehr als 12kg Gewicht erreichen. Der Rapfen wächst schnell und wiegt bereits nach einem Jahr etwa 500g.

Fangsaison: Die Fangsaison geht von April bis Oktober.

Fangzeit: Die beste Fangzeit ist frühmorgens oder der Einbruch der Dämmerung bis in diese hinein.

Stellenwahl: Als vielversprechende Stellen haben sich Strömungskanten und Stellen mitten in der Strömung erwiesen.

Fangmethoden: Rapfen sind scheu und misstrauisch und nicht leicht zu überlisten. Laute Geräusche, Aufstampfen und Schatten auf dem Wasser sollten vermieden werden. Empfehlenswert ist ein Fluocarbonvorfach, das im Wasser nahezu unsichtbar ist. Der Köder für den Rapfen muss schnell und nahe der Oberfläche angeboten werden. Es werden mittlere Spinnruten empfohlen.

Köder: Als ideale Rapfenköder haben sich Kunstköder bis maximal 10cm Länge erwiesen. Kleine Spinner, Twister, Gummifische, Blinker, Wobbler und Popper führen zu guten Erfolgen.

Verwertung: Rapfen eignen sich insbesondere zum Braten oder zur Herstellung von Buletten.

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1 Kommentar

  1. AngelGuru

    Der Rapfen ist einer meiner Lieblings-Zielfische. Finde ich toll, dass über diesen Fisch jemand schreibt 🙂 Vor allem bei uns auf der Donau sind tolle Drills zu erwarten 🙂
    Petri

    Antworten

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