Bildrechte: Public domain, Autor: Wolfgang Striewski
Erkennungsmerkmale: Der Atlantische Lachs hat einen relativ kleinen Kopf mit kurzer Maulspalte und einen langgestreckten, torpedoförmigen Körper. Sein Rücken ist graugrün bis bräunlich gefärbt, die Seiten sind eher silberfarben.
Unterscheidungsmerkmale von ähnlichen Fischarten: Von der Meerforelle unterscheidet sich der Atlantische Lachs durch den längeren Schwanzstiel, die eingeschnittene Schwanzflosse und den abgerundeten Kiemendeckel.
Vorkommen: Im 19. Jahrhundert war der Rhein der größte Lachsfluss Europas mit bis zu 250.000 gefangenen Tieren im Jahr. Durch Gewässerverschmutzung, Flussbegradigungen und vor allem auch durch die Anlage von Staustufen ist der Lachs in den 1950er und 1960er Jahren in Deutschland und der Schweiz jedoch völlig ausgestorben. Deshalb wurde das Projekt „Lachs 2000“ ins Leben berufen. Tausende von Lachseiern aus Irland wurden im Oberlauf der rheinischen Nebenflüsse in künstlich angelegten Laichgruben eingesetzt. Zur Erleichterung der Laichwanderungen wurden außerdem an Wehren und Staustufen Fischtreppen angelegt. Die ersten Laich-Rückkehrer wurden bereits in den 1990er Jahren gesichtet. Ebenso erfolgreich verläuft die Wiederansiedlung des Lachses in der Elbe und anderen Flüssen.
Lebensweise: Der Atlantische Lachs verbringt das erste Lebensjahr in seinem Ursprungsgewässer im Oberlauf eines Flusses. Danach wandert er flussabwärts ins Meer, wo er den größten Teil seines Lebens zubringt. Nach mehreren Jahren kehrt er zum Laichen in sein Geburtsgewässer zurück. Die meisten Lachse sterben nach dem Laichen, nur eines von tausend Tieren schafft es, ins Meer zurückzukehren und bis zu dreimal zu laichen.
Fressverhalten: Lachse gehen nahe der Meeresoberfläche auf Jagd auf kleine Fische wie Heringe und Sprotten, außerdem fressen sie Garnelen. Während der Laichwanderung nimmt der Lachs keine Nahrung auf.
Laichzeit: Die Laichzeit der Lachse ist zwischen Oktober und Januar. In dieser Zeit ziehen sie vom Meer flussaufwärts in ihre angestammten Laichgebiete, dorthin, wo sie selbst geschlüpft sind. Sie überwinden dabei sogar bis zu zwei Meter hohe Hindernisse.
Alter: Das Durchschnittsalter liegt bei vier bis sechs Jahren, bisweilen werden Lachse auch bis zu zehn Jahre alt.
Größe: Lachse erreichen eine Größe von bis zu 1,5 Metern und ein Gewicht von mehr als 40 Kilogramm. Der Weltrekord für einen Fang mit einer Angel liegt bei 35,89 Kilo und wurde in Norwegen aufgestellt.
Fangsaison: Die besten Fangmonate sind April und Mai.
Stellenwahl: Da der Lachs auf seinem Weg zu den Laichgründen kaum mehr Nahrung zu sich nimmt, nimmt er oben in den Flüssen die Köder nicht mehr gut an. Am besten ist er im Meer und an den Mündungsgebieten der Flüsse ins Meer zu fangen.
Fangmethoden: In Deutschland wird der Lachs vor allem beim Schleppfischen vor der Ostseeküste gefangen. Viele Angler fahren auch zum Lachsfischen nach Norwegen.
Köder: Am häufigsten werden schlanke Blinker und Spinner verwendet, aber auch das Fischen mit Wobbler, Köderfischsystemen und das Fliegenfischen sind erfolgreich.
Verwertung: Lachsfleisch gehört zu den beliebtesten Fischarten unserer Küche. Es ist reich an Omega-3-Fettsäuren und kann gebraten, gekocht, geräuchert oder auch roh verzehrt werden.

Jede Jahreszeit hat ein Fressverhalten. Welche im Mai?