(Hucho hucho)

Weitere Namen: Donaulachs, Rotfisch, Donauzalm, Hauch, Heuch

Schellfisch

Bildrechte: Public domain, Autor: Mladica at Wikipedia

Erkennungsmerkmale: Typisch ist der langgezogene Körper mit rundem Querschnitt und abgeflachtem, länglichen Kopf. Die Maulöffnung reicht bis hinter die Augen, der Kiefer ist kräftig bezahnt. Die große Fettflosse ist langgezogen, die Schwanzflosse stark eingekerbt. Der metallisch glänzende Körper ist auf dem Rücken dunkler gefärbt und mit kleinen dunklen Flecken besetzt.

Unterscheidungsmerkmale von ähnlichen Fischarten: Vom Bachsaibling und der Bach- und Regenbogenforelle unterscheidet sich der Huchen durch den runden Körper und den langen, abgeflachten Kopf. Außerdem fehlen ihm das rote Flankenband, die roten Körperflecken und der weiße Saum an den Flossen.

Vorkommen: Früher gab es Huchen vor allem in der oberen und mittleren Donau und ihren Zuflüssen. Daher stammt auch sein Beiname „Donaulachs“. Aufgrund der zunehmenden Gewässerverschmutzung und Uferbegradigungen sowie der Behinderung der Laichwanderungen durch die Staustufen sind die natürlichen Bestände jedoch so stark zurückgegangen, dass der Huchen von der Weltnaturschutzunion IUCN in die Rote Liste der gefährdeter Arten aufgenommen wurde. Durch Zucht und den Besatz mit Jungfischen wurde das Verbreitungsgebiet des Huchen aber in den letzten Jahren bis Tschechien und die Slowakei und teilweise sogar bis in die Schweiz erweitert. Weitere Huchenarten wie der Japanische Huchen oder der Sachalin-Taimen gibt es in Mittel- und Ostasien.

Lebensweise: Der Huchen ist ein standorttreuer Standfisch, der bevorzugt in größeren, schnellen und kalten Fließgewässern in tiefen Gumpen auf seine Beute lauert. Er liebt steinigen oder kiesigen Untergrund und bezieht dort ein festes Quartier. Sein angestammtes Revier verteidigt er vehement gegen Konkurrenten.

Fressverhalten: Ausgewachsene Huchen ernähren sich vor allem von Fischen, besonders von

Äschen und Barben. Die Jungtiere fressen wirbellose Tiere, Fischbrut, Kleinfische und Krebse.

Laichzeit: Der Huchen laicht im März und April bei Wassertemperaturen zwischen 6 und 9 Grad. Zuvor wandert er stromaufwärts zu seinen angestammten Laichplätzen. Die Eier legt das Weibchen in eine eigens angelegte Grube im Kiesgrund des Flusses ab. 30–35 Tage nach der Befruchtung schlüpfen die Larven.

Alter: Das normale Alter liegt bei 15 Jahren. In geschützten Gewässern ist auch ein Alter von bis zu 40 Jahren möglich. Die Geschlechtsreife tritt mit 3-4 Jahren ein.

Größe: Der Huchen gilt als König unter den Salmoniden. Er wird meist 60 bis 120 cm groß, in Ausnahmefällen auch bis zu 150 cm.

Fangsaison: Die beste Chancen auf den „Winterkönig“ hat man in den  kalten Wintermonaten Oktober-Februar mit Nebel und Schneetreiben. (Örtliche Schonzeiten beachten)

Fangzeit: Beste Fangzeit ist die Dämmerung.

Stellenwahl: Niedriges, klares Wasser, am bestenin stömungarmen Bereichen von Brückenpfeilern oder Wehren, an Bacheinflüssen, ausgespülten Ufern und hinter großen Felsbrocken.

Fangmethoden: Das Gerät sollte relativ schwer sein (Wurfgewicht zwischen 60 und 100 Gramm), mit kräftiger Rute und großer Rolle (ca. 200 m Schnur), da der Huchen sehr kampfstark ist.

Köder: Ein Spezialköder zum Spinnfischen ist der Huchenzopf, der einen Schwarm Neunaugen imitieren soll. Es können aber auch normale Blinker, Gummiköder, Köderfischsysteme oder tote Fische verwendet werden. Die optimale Ködergröße liegt bei 15-20 Zentimetern.

Verwertung: Der Huchen gilt als der feinste Lachsfisch. Sein festes Fleisch ist zum Braten, Räuchern und Blaukochen geeignet.

…und jetzt Du!

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