(Leuciscus idus)

Weitere Namen: Nerfling, Orfe, Gängling

Aland

Bildrechte: Creative Commons (CC BY-SA 3.0) , Autor:viridiflavus

Erkennungsmerkmale: 30 bis 85 cm lang, seitlich abgeflachter und gestreckter Körper, endständiges Maul, grau-bläulicher Rücken, silberne Flanken, rötlich schimmernde Flossen.

Unterscheidungsmerkmale von ähnlichen Fischarten: Der Aland kann mit dem Döbel oder dem Rotauge verwechselt werden, hat aber kleinere Flossen. Zudem ist die Afterflosse beim Aland nach innen gebogen. Auch ist er schmaler und der Rücken ist höher. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal ist die Zahl der Schuppen, ein Aland hat entlang der Seitenlinie 55 bis 61 Schuppen, während Döbel und Rotauge 42 bis 46 Schuppen haben.

Vorkommen: Der Aland kommt nördlich der Alpen in fast ganz Europa vor. Man findet ihn zudem bis fast zum Polarkreis und bis weit nach Sibirien.

Lebensweise: Dieser Fisch lebt in den Unterläufen der großen Flüsse, die in die Nord- oder Ostsee münden, wie zum Beispiel Rhein, Weser oder Weichsel. Da er von allen Weißfischen der unempfindlichste gegen Salzwasser ist, findet man ihn auch im Brackwasser. Er lebt nahe der Oberfläche, wobei sich ältere und größere Fische unter überhängenden Sträuchern oder Bäumen aufhalten und dort auf vorbeitreibende Nahrung warten. Zudem kann ist der Aland in manchen Seen anzutreffen.

Fressverhalten: Der Aland gehört zu den Nahrungsopportunisten. Als Jungfische fressen sie Zooplankton, als Erwachsene Insektenlarven, Muscheln, Schnecken und kleinere Fische.

Laichzeit: Der Aland laicht zwischen April und Juni.

Alter: 10 bis 18 Jahre

Größe: Die typische Fanggröße beträgt 30 bis 40 cm. Dabei können allerdings auch Längen von bis zu 80 cm mit einem Gewicht von etwa 4 kg erreicht werden.

Fangsaison: Die besten Monate, um den Aland zu fangen, sind März, April und Juni bis September.

Fangzeit: Den ganzen Tag über, aber es sollte Restlicht vorhanden sein.

Stellenwahl: Die Stellenwahl erfolgt je nach Jahreszeit. Ab Juni findet man den Aland nah am Ufer und an der Oberfläche, im Herbst im Mittelwasser in der Nähe des Grundes. Im Frühjahr steht er gruppenweise in tieferen Gumpen.

Fangmethoden: Im Frühjahr mit der Posenangel, im Sommer mit flach gestellter kleiner Pose, im Herbst mit der Grundangel. Der Fisch ist sehr scheu und kann aber angefüttert werden. Der Köder sollte an die richtige Stelle hintreiben und nicht geworfen werden.

Köder: Maden, Würmer, Trockenfliegen, Brotflocken

Verwertung: Dieser Fisch wird am besten gebraten, kann aber auch mariniert oder gegrillt werden. In Finnland und Osteuropa wird der Aland zu Trockenfisch verarbeitet.

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