Bildrechte: Creative Commons CC BY-SA 3.0), Autor: Luc Viatour
Erkennungsmerkmale: Der rote Knurrhahn besitzt einen dreieckigen, gepanzerten großen Kopf mit einem großen fleischigen Mund und kleinen Augen. Die Brustflossen sind dreistrahlig mit einem grünen oder blauen Rand, der Rücken zeigt eine rote bis braunrote Farbe, der Bauch ist weiß und die Seiten sind hellrot gefärbt.
Der graue Knurrhahn hat eine fast gerade Stirn und weisse Flecken auf dem Rücken sowie einen schwarzen Fleck auf der ersten Rückenflosse. Rücken und Flanken sind dunkelgrau, außerdem sind eine gelbe und weisse Seitenlinie vorhanden. Der Rand des Kiemendeckels ist mit spitzen Dornen besetzt. Bei Erregung erzeugen die Knurrhähne relativ laute knurrende bis quietschende Töne mit ihrer Schwimmblase.
Unterscheidungsmerkmale: Der rote Knurrhahn lässt sich durch die intensive rote Färbung des Rückens und die kleinen Augen zum Beispiel vom Seekuckuck unterscheiden, der hellrot gefärbt ist und größere Augen besitzt. Zudem ist der rote Knurrhahn deutlich größer. Der graue Knurrhahn lässt sich durch seine Flecken und die Seitenlinien einwandfrei erkennen.
Vorkommen: Der rote und der graue Knurrhahn sind entlang der Atlantikküste von Norwegen bis Nordafrika, in der Nordsee sowie der nördlichen Ostsee, dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer verbreitet.
Lebensweise: Der rote sowie der graue Knurrhahn sind bodenbewohnende Meeresfische, die sich bevorzugt in Grundnähe auf weichem Boden (Sand bis Schlamm) aufhalten. Teilweise jagen sie auch an der Oberfläche oder im Freiwasser. Durch die verlängerten Strahlen in den Brustflossen, die mit Tastsensoren versehen sind, können die Knurrhähne sich bei der Suche nach Nahrung am Grund entlang tasten.
Fressverhalten: Die Knurrhähne jagen bevorzugt kleine Fische und ernähren sich zudem von Krebstieren, Würmern und anderen bodenbewohnenden kleinen Meerestieren. Auf der Jagd tasten sie sich am Grund entlang, gelegentlich schwimmen sie auch ins Freiwasser, etwa wenn dort Fischbrut zu finden ist.
Laichzeit: Die Laichzeit liegt je nach Art des Knurrhahns und seinem Verbreitungsgebiet zwischen Frühjahr und Sommer. Bis zu 300.000 Eicher werden im Wasser frei abgelaicht, die Larven schlüpfen nach etwa zehn Tagen und ernähren sich von Plankton.
Alter: Der Knurrhahn kann ein Alter von etwa acht Jahren erreichen.
Größe (typische Fanggröße): Die typische Fanggröße des roten Knurrhahns liegt bei einer Länge um 40 cm und einem Gewicht von etwa 1 kg. Er kann aber auch eine Größe von bis zu 80 cm und ein Gewicht von etwa 6 kg erreichen. Der graue Knurrhahn ist kleiner als sein roter Verwandter und erreicht häufig nur die Hälfte der Größe.
Fangsaison: Die Saison zum Angeln von Knurrhähnen dauert von Mai bis Semptember, rund um die britischen Inseln fängt dagegen die Saison schon im April an. Im Mittelmeer fängt man Knurrhähne bevorzugt im Januar und Februar.
Fangzeit: Wie bei anderen Fischen ist auch die Fangzeit für den Knurrhahn eher in den Abendstunden. Helle Tage mit viel Sonnenschein sind dagegen für den Fang weniger geeignet.
Stellenwahl: Rund um die britischen Inseln bestehen besonders große Chancen, einen roten Knurrhahn zu fangen. In der Nordsee sind eher die kleineren Arten wie etwa der graue Knurrhahn zu finden. Die Knurrhähne sind in Wassertiefen zischen zehn und maximal 150 Metern zu finden, sie lassen sich aber nicht nur vom Boot sondern auch von Felsen, Molen oder Hafenanlagen fangen, ausreichende Wassertiefe und weicher Boden vorausgesetzt. Im Sommer suchen die Knurrhähne auch gerne seichteres Wasser auf, so dass das Fangen vom Ufer aus an geeigneten Stellen relativ leicht möglich it.
Fangmethoden: Beim Angeln sollte man den Köder auf einen kleineren und langschenkligen Meereshaken von der Größe 1 bis 2 oder auf einen normalen Butthaken aufziehen. Die Montage mit Laufblei und Schnurstärken um 0,25 mm bietet sich an, bei Verwendung von ein oder auch zwei Haken. Der Köder wird am Boden angeboten, durch die Laufbleimontage ist jeder Biß sofort zu spüren. Beim Landen sollte man auf die Stachelstrahlen aufpassen, die zwar kein Gift enthalten, aber bei falscher Handhabung des Fisches schmerzhafte Wunden verursachen können.
Köder: Als Köder für den Knurrhahn werden Naturköder in Form von Köderfischen oder Fischfetzen verwendet. Als Kunstköder sind Pilker und Beifänger geeignet.
Verwertung: Der Knurrhahn ist ein hochwertiger Speisefisch, der sich zum Grillen, Braten oder Dünsten gleichermaßen gut eignet. Durch sein mächtiges Skelett lässt sich der Knurrhahn jedoch nur sehr schwer auseinander nehmen und schlecht filetieren. Dementsprechend empfiehlt es sich, ihn als Ganzes zuzubereiten. Das Fleisch des Knurrhahns ist fest und weiß und zudem besonders fettarm. Geschmacklich ist das Knurrhahn Fleisch sehr aromatisch und besitzt eine süßliche Note.

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