(Brosme brosme)

Weitere Namen: Seequappe, Brosme

Schellfisch

Bildrechte: Public domain

Erkennungsmerkmale:

Der Lumb gehört zur Familie der Dorsche (Gadidae). Sein Körper ist spindelförmig. Die Farbe ist grau oder braun bis oliv mit einem heller gefärbten Bauchbereich. Bei Jungtieren kommen gelb gefärbte Querbänder an den Körperseiten vor. Die Seitenlinie reicht bis kurz vor die Schwanzflosse. An den unpaaren Flossen findet sich ein schwarzer Saum mit einem äußeren weißen Rand. Der große Kopf trägt am Unterkiefer eine kurze, kräftige Bartel (Bartfaden). Ober- und Unterkiefer sind annähernd gleich lang. Die Rückenflosse ist sehr lang und mit der Afterflosse verbunden. Das so gebildete Flossenband reicht bis zum Schwanzflossenansatz. Brust- und Bauchflossen sind kräftig und rundlich geformt. Die Haut ist dick und schleimig, die Schuppen sind relativ klein.

Unterscheidungsmerkmale von ähnlichen Fischarten:

Der Leng hat eine ähnliche Körperform. Dieser ist jedoch weniger kräftig und hat eine zweigeteilte Rückenflosse.

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Vorkommen:

Der Lumb findet sich in den Fjorden an Norwegens Westküste und an den Steilabhängen des Kontinentalschelfs. Er lebt im gesamten nördlichen Atlantik, vor Island, den Färöern, Schottland und den Orkneys, in der Nordsee, an den skandinavischen Küsten und in der Barentsee. Auch um die Südspitze Grönlands herum ist er anzutreffen. Er hält sich in Tiefen von 50 bis 1000 Metern auf; überwiegend ist er in 200 – 500 Metern Tiefe anzutreffen.

Lebensweise:

Der Lumb ist ein räuberischer, scheuer Grundfisch. Er lebt im Kaltwasser bodennah solitär oder in kleinen Gruppen und bevorzugt Kies-, Geröll- oder Felsgrund, Muschel- und Korallenbänke sowie Steilhänge. Hier kann er sich gut verstecken. Vereinzelt ist er auch in schlammigen oder sandigen Gebieten anzutreffen, sofern genügend Deckung vorhanden ist. Wassertemperaturen zwischen 0 und 10 Grad Celsius werden toleriert. Während der Sommermonate kommt es vor, dass der Fisch sich näher an der Wasseroberfläche aufhält (zwischen 20 und 50 Metern Tiefe).

Fressverhalten:

Neben Krebsen und Mollusken bilden auch kleinere Fische die Nahrungsgrundlage für den Lumb. Auf der Suche nach Nahrung bewegt er sich meist senkrecht zwischen den verschiedenen Wasserschichten; sein Aktionsradius bleibt dabei sehr gering.

Laichzeit:

Laichzeit ist in den Sommermonaten. Das Ablaichen findet im Atlantik statt; die wichtigsten Laichplätze befinden sich im Gebiet zwischen Schottland, Island und den Färöern. Ein Weibchen setzt dabei bis zu 2 Millionen Eier ab.

Alter:

Mit 8 bis 10 Jahren erreicht der Lumb die Geschlechtsreife. Er kann durchaus ein Alter von 20 Jahren erreichen.

Größe:

Der Lumb wächst relativ langsam. Er wird bis zu 110 cm lang und erreicht ein Gewicht von maximal 20 kg. Zum Zeitpunkt der Geschlechtsreife misst er etwa 40 bis 50 cm.

Das durchschnittliche Fanggewicht beträgt 2 bis 3 kg bei einer Größe von 50 bis 70 cm.

Fangsaison:

Ganzjährig mit Schwerpunkt Sommer und Herbst. Seit 2003 gibt es Fangquoten.

Fangzeit:

Im Sommer während der Laichzeit hält sich der Lumb oft nahe der Wasseroberfläche in etwa 30 Metern Tiefe auf und kann dort bequemer gefangen werden.

Stellenwahl:

Gute Fangstellen sind neben den Fjorden in Vestland (westliches Norwegen) steil abfallende Stellen, die Gebiete vor den Küsten Skandinaviens sowie der Skagerrak. In tieferen Gewässerbereichen finden sich die größeren Exemplare.

Mögliche Fangmethoden:

Der Lumb findet sich oft als Beifang beim Angeln auf den Leng. In der Berufsfischerei wird er mit Langleinen, Stellnetzen oder Grundschleppnetzen gefangen. Er kann auch mit Pilkern geangelt werden. Bedingt durch die Wassertiefe sind Bleigewichte zwischen 500 und 100 Gramm notwendig.

Köder:

Naturköder wie Makrelen, Heringe, Seelachs, Rotbarsch oder Garnelen sind gut geeignet; mit Fischfetzen versehene Pilker sind eine weitere Möglichkeit. Der Köder sollte nicht zu groß und fest am Haken befestigt sein.

Verwertung:

Das Fleisch ist weiß und fest. Es hat einen hummerartigen Geschmack und wird frisch, gefroren, gesalzen oder getrocknet angeboten. Dünsten, Panieren, Backen, Braten und Schmoren sind beliebte Zubereitungsarten.

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1 Kommentar

  1. Reiche

    Sehr festes Fleisch mit fester Haut

    Antworten

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