(Esox lucius)

Weitere Namen: Wasserwolf

Schellfisch

ildrechte: Creative Commons (CC BY-SA 3.0), Autor: Jik jik at Wikipedia

Erkennungsmerkmale
Der Hecht besitzt einen langgestreckten, mäßig abgeflachten, spindelförmigen Körper mit einem langen Kopf und einem Maul, das an einen Entenschnabel erinnert und bis zu den Augenspalten reicht. Im Maul befinden sich nach hinten gerichtete Zähne. Die Flossen (Rücken- und Afterflosse) sitzen bei diesem Raubfisch sehr weit hinten. Die gelblich marmorierte, grünliche Färbung ist am Rücken dunkler und wird zum Bauch hin gelblich bis weiß. Junge Hechte weisen eine hellgrüne Färbung auf. Allerdings kann die Färbung des Raubfisches je nach Lebensraum etwas variieren. Die Haut des Fisches ist mit kleine, harten, rundlichen Schuppen bedeckt.

Unterscheidungsmerkmale von ähnlichen Fischarten
Der Hecht hat ein sehr typisches Aussehen, sodass eine Verwechslung mit anderen heimischen Fischarten unwahrscheinlich ist.

Vorkommen
Hechte sind in Süß- und Brackwasser in Seen, Flüssen und Teichen zu Hause und auf der nördlichen Halbkugel weit verbreitet – sowohl in Amerika als auch in Europa und Asien. Da der Hecht aus der Deckung heraus jagt, hält er sich bevorzugt in Ufernähe mit dichten Pflanzenwuchs auf.

Lebensweise
Der Hecht ist ein Raubfisch. Er ist meist in Bereichen mit guter Deckung anzutreffen, wo er gut versteckt auf seine Beute lauert. Teilweise ist der Raubfisch auch im Tiefwasser zu finden. Meist sind Hechte sehr standorttreu und verteidigen ihr Revier gegen Eindringlinge der gleichen Art.

Fressverhalten
Junge Hechte ernähren sich von Zooplankton und Fischlaich bzw. kleinen Jungfischen. Zu den Beutetieren erwachsener Hechte gehören Fische, Amphibien, Vögel und sogar kleinere Säugetiere. Auch kannibalisches Verhalten wurde bei diesen Raubfischen beobachtet. Hechte lauern ihrer Beute auf. Ist ein Beutetier in der Nähe, schießen sie aus ihrer Deckung hervor und greifen diesen mit ihrem mit spitzen Zähnen besetzten Maul. Da etwa 60 Prozent des Gewichtes eines Hechts Muskeln sind, ist der Raubfisch in der Lage, blitzschnell zu beschleunigen und seine Beute zu greifen.

Laichzeit
Im Februar bis April laichen Hechte bevorzugt in seichten Uferzonen oder Überschwemmungszonen. Die Wassertemperatur muss unter 8 Grad Celsius liegen. Das Ablaichen kann sich in mehrerer Schüben über bis zu 4 Wochen hinziehen. Die Eier werden an Wasserpflanzen angeheftet, wo nach 10 bis 15 Tagen die jungen Hechte schlüpfen.

Alter
Männliche Hechte sind im 2. bis 3. Jahr, weibliche Hechte im 3. Jahr geschlechtsreif. Hechte könne bis zu 30 Jahre alt werden. Das Durchschnittsalter beträgt allerdings nur etwa 15 Jahre.

Größe
Durchschnittlich werden Hechte zwischen 50 und 100 cm groß, aber auch größere Exemplare wurden bereits gefangen.

Fangsaison
Die Fangsaison für Hechte liegt zwischen Juni und Oktober.

Stellenwahl
Flachwasser, Uferzonen, Schilfgebiete

Fangmethoden
Spinnfischen, Schleppfischen, Grundangeln, Posenangeln

Köder
Kunstköder (Wobbler, Spinner, Blinker, Gummifische/Shads), toter Köderfisch

Verwertung
Der Hecht ist ein beliebter Speisefisch mit magerem, etwas trockenem Fleisch, der gebraten, gegrillt, gekocht oder gedünstet werden kann.

…und jetzt Du!

Blieb etwas unklar?
Stelle Deine Frage gerne hier und hilf dadurch mit, den Inhalt noch besser zu machen.
Ich antworte dann so schnell ich kann.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert